Diskussion um Tiefenlager gefährdet Wohnstandort AareLand
Der Netzstadtrat AareLand (Aarau-Olten-Zofingen) ist erstaunt und beunruhigt über die Tatsache, dass der Bund im Rahmen des Sachplanverfahrens für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle auch den Standort Jurasüdfuss und damit weite Teile des AareLands in die weiteren Abklärungen einbeziehen will. Zwar braucht es unbestritten eine nationale Lösung für die Lagerung von radioaktiven Abfällen; im Sinne der Verteilung von Lasten ist aber davon abzusehen, die in den Bereichen Verkehr, Energieproduktion und Logistik sehr viel für die Schweiz leistende Region AareLand zusätzlich zu belasten.
Das AareLand mit seinen rund 60 Gemeinden an bester Lage zwischen den Grosszentren ist ein vom Bund anerkannter und geförderter Raum mit hoher Qualität in den Bereichen Wohnen, Leben und Arbeiten. Gerade die von national anerkannten Konjunkturforschungsunternehmen propagierte Stärke „Wohnen im Aareland“ würde aber durch ein geologisches Tiefenlager in dieser Region auf untolerierbare Weise beeinträchtigt. Und auch schon lange Diskussionen und Unsicherheiten bezüglich dieses Standortes könnten sich hier negativ auswirken.
Der Netzstadtrat spricht sich dafür aus, dass sich der Bund auf einen einzigen Standort für die hochaktiven und die schwach- bis mittelaktiven Abfälle beschränkt. Zudem muss dafür der die grösstmögliche Sicherheit bietende Standort ausgewählt werden, was beim AareLand nicht zutrifft. Der Netzstadtrat gibt ferner zu Protokoll, dass er in dieser Sache seine Rechte im Dienste des AareLands mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln wahrnehmen wird.