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AareLandsGemeinde erarbeitet Strategien für Agglomerationsprogramm 4. Generation

29.11.2019

Im Rahmen der dritten AareLandsGemeinde des Jahres 2019, die am 27. November im Berufsbildungszentrum in Olten stattfand, entwickelten Vertreter der AareLand-Gemeinden, der Kantone Aargau und Solothurn sowie der Geschäftsstelle AareLand gemeinsam in Workshops die Strategien des Agglomerationsprogramms AareLand 4. Generation.

«Es geht um eine Mobilisierung der Schlüsselakteure, und das sind die Gemeinden», sprach der Solothurner Landammann Roland Fürst die Vertreter der Gemeinden in seinen Begrüssungsworten zur Eröffnung der AareLandsGemeinde direkt an. Denn: «Je breiter der Prozess zur Entwicklung des Agglomerationsprogramms AareLand 4. Generation abgestützt ist, desto besser.»

Über 70 Behördenmitglieder und Fachpersonen aus den Gemeinden des AareLands standen mit ihrem Erscheinen denn auch für diese breite Abstützung. Nach einem Inputreferat von Carlo Degelo, Leiter Abteilung Verkehr Kanton Aargau, und Sacha Peter, Kantonsplaner Solothurn, erarbeiteten sie gemeinsam mit den Mitgliedern des AareLandRats in Gruppen die Gesamt- und Teilstrategien des Agglomerationsprogramms AareLand 4. Generation.

Strategien – abgestimmt auf die unterschiedlichen Räume
Dabei wurden die vom Projektteam Agglomerationsprogramm vorgeschlagenen Teilstrategien teilweise kontrovers diskutiert und grösstenteils gutgeheissen: Die Agglomerationskernräume sollen durch das Vorantreiben von Schlüsselarealen und das konsequente Nutzen der Innenentwicklungspotenziale verstärkt städtebaulich weiterentwickelt werden. In den Agglomerationskorridoren wird die hochwertige und ortsgerechte Innenentwicklung durch die Aufwertung der Ortszentren und -durchfahrten sowie durch die Sicherung und Stärkung der Grün- und Freiräume gesichert. Und im ländlichen Agglomerationsraum stehen das Erhalten der Dorfstrukturen und die Aufwertung der Ortskerne im Vordergrund.

ÖV- und Velo-Verbindungen stärken und Engpässe beseitigen
Im Bereich Verkehr sollen die ÖV-Verbindungen zwischen den Zentren und die ÖV-Drehscheiben in ihrer Funktion gestärkt sowie das Busangebot nachfragegerecht ausgebaut und in seiner Zuverlässigkeit gesichert werden. In den Agglomerationskorridoren gilt es, die siedlungsverträgliche Verkehrsengpassbeseitigung und -abwicklung zu forcieren, das Park and Ride-Angebot punktuell auszubauen und verkehrsberuhigte Zonen zu etablieren. Veloverbindungen sollen im ganzen AareLand vorangetrieben und sicher ausgestaltet werden.

Verstärkter Einbezug der Gemeinden
„Um das Wir-Gefühl und den Zusammenhalt zu stärken, arbeiten wir bei der Erstellung des Agglomerationsprogramms AareLand 4. Generation verstärkt mit den Gemeinden zusammen und beziehen sie konsequent in die Ausarbeitung des Programms mit ein“, erklärte Hans-Ruedi Hottiger, Präsident des Vereins AareLand. So wurden Ende Juni 2019 im Rahmen einer ausserordentlichen AareLandsGemeinde bereits die Grundlagen für das neue Zukunftsbild 2040 gemeinsam mit den Gemeinde-Vertretungen erarbeitet. Im nächsten Schritt werden die Teilstrategien konsolidiert und schlussendlich konkrete Massnahmen daraus abgeleitet. „Die Gemeinden können noch bis Ende Januar 2020 weitere Anträge stellen“, betonte Hottiger. An der nächsten AareLandsGemeinde am 30. April 2020 werden dann die entwickelten Massnahmen vorgestellt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 geht der Entwurf des Agglomerationsprogramms AareLand 4. Generation in die Vernehmlassung.

Verein AareLand: Budget 2020 genehmigt
An der Mitgliederversammlung, die ebenfalls am 27. November 2019 im Berufsbildungszentrum Olten stattfand, wurde das Budget 2020 des Vereins AareLand einstimmig genehmigt. Für die Evaluation von Landschaftsprojekten wurden auf Antrag des Kantons Aargau zusätzlich 10‘000 Franken eingestellt.