AareLand
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AareLand

Sommerausflugstipp: AareLandWeg

22.07.2020

Es gibt viel zu entdecken im AareLand: Geschichten von einer «schwimmenden Autobahn», von Ökostrom-Pionieren, verschwundenen «Wässermatten», der Rückkehr der Störche und vieles mehr erzählt der rund 50 Kilometer lange AareLandWeg. Er führt von Aarau über Olten nach Zofingen und weiter ins luzernische Wiggertal bis nach Dagmersellen-Buchs und gibt spannende Einblicke in Geschichte, Innovationen, Natur und Kultur unserer Region.

Die signalisierte Route kann in Abschnitte unterteilt werden und ist in beiden Richtungen – von Norden nach Süden oder von Süden nach Norden – begeh- oder mit dem Velo befahrbar. Verschiedene Bus- und Bahnlinien führen zu frei wählbaren Ausgangspunkten. Entlang der Strecke weisen AareLand-Infotafeln auf besondere Sehenswürdigkeiten hin. Dabei ist Wasser das verbindende Element: Die Expedition führt auf bekannten und weniger bekannten Rad- und Wanderrouten den Gewässern Aare, Wigger und Hürnbach entlang. Immer wieder findet man sich in Landschafts-, Landwirtschafts- und Siedlungsräumen wieder, die die Region prägen. Idyllische Landschaften wechseln sich ab mit Verkehrsflächen und Industriegebieten von herbem Charme. Der AareLandWeg widerspiegelt die Vielfalt der Region.

Der rund 30 Kilometer lange nördliche Teil der abwechslungsreichen Route beginnt in Aarau und führt über Olten nach Zofingen. Auf dem Weg erfährt man viele spannende Geschichten: Im «Gillacher» bei Erlinsbach SO zeigt eine drei Kilometer lange Geländestufe eindrücklich den früheren Verlauf der Aare, während nebenan die Geschichte der nie realisierten Schmalspurbahn von Olten ins damalige Niedererlinsbach erzählt wird. Umgenutzte Fabrikbauten, Arbeitersiedlungen, Fabrikantenvillen, stattliche Schulhäuser und der romantische Bally-Park zeugen davon, dass Schönenwerd einst eines der blühendsten Industriedörfer der Schweiz war. In Niedergösgen treffen Wasserkraft und Kernspaltung aufeinander – der Weiler Mülidorf erscheint wie ein kleines, modernes Freilichtmuseum der Energiegewinnung. Weiter geht es zwischen Auenlandschaften und dem mächtigen Stauwehr entlang des Oberwasserkanals und der alten Aare bei Winznau bis in den urtümlichen Naturraum Rutiger am Stadtrand von Olten und über die Kantonsgrenze hinweg bis nach Aarburg, wo mit Festung und Städtchen grosse Schweizer Geschichte auf kleinstem Raum erlebbar ist. In den Wässermatten Aarburg und der Kanallandschaft Oftringen führen Schleusen und Kanäle eindrücklich in die Vergangenheit und die Geschichte der Wassernutzung.

Der südliche Teil des AareLandWegs führt auf einer Länge von rund 18 Kilometern von Zofingen bis ins luzernische Dagmersellen. Dabei kommt man durch Gebiete, die charakteristisch sind für das Wiggertal. In Brittnau erfährt man viel über verschwundene Wässermatten und zurückgekehrte Störche sowie über die Kanalisierung und Renaturierung der Wigger, in Reiden über die Wasserkraft und die Industrialisierung. Bei Dagmersellen werden die Ökostrom-Pioniere vom Wiggerhof vorgestellt, einige Kilometer weiter die Naturlandschaft Hürntal, zu der nicht nur ein Flachmoor von nationaler Bedeutung gehört, sondern auch ein sagenumwobener Gutshof, der Torfabbau und eine «schwimmende» Autobahn.

Eine illustrierte Broschüre zum AareLandWeg und seinen Sehenswürdigkeiten ist in Kanzleien und Tourismusbüros der AareLand-Gemeinden erhältlich. Gratis bezogen werden kann sie auch per E-Mail info@aareland.ch bei der Geschäftsstelle AareLand oder online unter www.aareland.ch/de/aarelandweg.html.

Der Verein AareLand ist ein Zusammenschluss der drei Regionen Aarau, Olten und Zofingen. Mitglieder sind die drei Regionalorganisationen aarau regio, Regionalverein Olten-Gösgen-Gäu und Regionalverband zofingenregio sowie die Kantone Aargau und Solothurn. Der Verein AareLand fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, namentlich mit Projekten im Bereich Raumentwicklung und Verkehr. Darüber hinaus engagiert er sich in zahlreichen anderen Bereichen, wie etwa in Wirtschaft, Naherholung und Bildung.